Panthers scheitern erst im Finale an ihrem größten Rivalen

Panthers scheitern erst im Finale an ihrem größten Rivalen

Einige Tage sind vergangen seit dem Finale des „Panthers Cup 2011“, doch die Erinnerungen der jungen Langenberger an dieses Spiel sind immer noch frisch. Fast hätte es diesmal geklappt mit dem ersten Turniersieg vor heimischer Kulisse auf einem großen internationalen Intercrosseturnier.

Doch wieder einmal waren es am Ende die Italiener, das Team Victory Vercurago - größter Rivale in den letzten 2 Jahren, an denen die L.A. Panthers mit 17:20 scheiterten. Dabei war es über die 3×12 Minuten Spielzeit ein Duell auf Augenhöhe und der Sieg war zum Greifen nahe.

Die erfahrenen Italiener aber nutzten eine kurze Schwächephase der Deutschen im letzen Drittel aus und zogen mit einigen Toren davon. Den Panthers fehlte es an Abgeklärtheit vor dem Tor und einem Hauch an Erfahrung um diesen geringen Vorsprung noch einmal aufzuholen.

Das 2. Team der Panthers erreichte am Sonntag einen guten 6. Platz, sie verloren das Endspiel um Platz 5 mit 3:10 gegen die Franzosen aus St.Julien.

Insgesamt 9 Mannschaften waren am Wochenende des 5. und 6. März in Langenberg zu Gast. Neben den beiden Heimteams reisten St. Julien und Frangy aus Frankreich, Victory Vercurago und die Red Hawks aus Italien, LCJM und das Mix-Team Prague Stars aus Tschechien und ein deutsches Mix-Team an. In letzterem waren Spieler aus Bad Marienberg, Bielefeld und ein Langenberger vertreten. Das Turnier startete Samstag mit einer Gruppenphase, die Begegnungen fanden dabei mit einer Spielzeit von 2×12 Minuten parallel in den Hallen Nizzatal und Pannerstraße statt.

Die erste Mannschaft der L.A. Panthers, bestehend aus Birk Berger im Tor und Dominik Gerhard, Sebastian Krabbe, Liza Schröder, Dominik Drese, Moritz Pietrass, Christian Treis und Lena Schröder auf dem Feld, startete mit großer Motivation und Konzentration in das Turnier.

So konnten sie die ersten drei Gruppenspiele deutlich für sich entscheiden: L.A.P 1 – Prague Stars 11:6; L.A.P 1 – Mix-Team 13:3; L.A.P 1 – Saint-Julien 14:4. Die Langenberger zeigten viele schöne Kombinationen durch ein gutes Teamplay im Angriff und zudem eine souveräne Defensivleistung. Einzig das immer wiederkehrende Problem der schwachen Chancenverwertung konnten die Spieler bei ihrem Heimturnier nicht abstellen.

Doch auch die Red Hawks aus Merate konnten sie nicht stoppen (12:6). In diesem Spiel trafen die Panthers auf zwei Jungspieler aus den eigenen Reihen, denn Bendix Kemmann und Niklas Lux spielten während des gesamten Turniers für die Italiener, um deren geringe Spieleranzahl zu kompensieren. Vier Siege in vier Spielen und eine Menge Spaß am Spiel bedeuteten den 1.Platz in dieser Gruppe. Hervorheben muss man bei diesen und den noch folgenden Spielen die hervorragende Leistung von Torwart Birk Berger, der auf einem konstant hohen Niveau Turnier für Turnier meistert.

Die L.A. Panthers 2 mit Tim Hammann als Torhüter und Katharina Matull, Lukas Breuer, Nora Pietrass, Dana Stevermüer, Annika Lohmann, Christian Crämer und Sabrina Strilziw als Feldspieler, traten in der kleineren Gruppe zu Beginn gegen das starke tschechische Team LCJM an. Trainer Dominik Gerhard coachte die Langenberger während ihrer Spiele. Den torgefährlichen Tschechen hatten die Panthers nicht viel entgegenzusetzen. Die Nervosität und Verunsicherung in den ersten Minuten führten zu einer deutlichen Führung von LCJM, welche sich im weiteren Spielverlauf noch vergrößerte (4:18). Im zweiten Spiel wartete kein geringerer Gegner als ein Mitfavorit auf den Turniersieg: Victory Vercurago. Die Italiener siegten mit 16:3. Trotz der zweiten Niederlage kann man den jungen Spielern, denen es teilweise schlicht an internationaler Erfahrung fehlt, nicht viel vorwerfen gegen diesen hochklassigen Gegner. Das dritte und abschließende Spiel der Gruppenphase war das entscheidende für die Panthers. Denn gegen Frangy, welche mit einem Nachwuchsteam angereist waren, sollte der erste Sieg her. Am Ende reichte es zwar nur für ein 7:7 Unentschieden, doch die Langenberger konnten ihre Leistung deutlich steigern. Tim Hammann war trotz vieler Gegentore stets ein guter Rückhalt in den Gruppenspielen.

Am frühen Abend stand für die erste Mannschaft das Halbfinale gegen LCJM an. Ziel der Panthers war der Einzug ins große Finale. Es wurde ein denkwürdiges Spiel, welches die Spieler und auch Zuschauer nicht so schnell vergessen werden. Dabei setzten die Tschechen nicht wie die Langenberger auf Teamplay und Kombinationen, sondern suchten ohne viele Pässe sofort den Abschluss. Mit dieser nicht schön anzusehenden, aber effektiven Spielweise, zogen sie in der zweiten Halbzeit mit 5 Toren davon, Zwischenstand: 5:10. Doch die Panthers gaben sich nicht auf und erreichten nach einer spannenden Aufholjagd mit großem Kampf und Leidenschaft ein 11:11 nach regulärer Spielzeit. Es ging in die Verlängerung. Nach vier Spielen mussten die Panthers in den folgenden fünf Minuten noch einmal alle Kräfte mobilisieren, zumal die Begegnung von Seiten der Tschechen aus äußert hart und mit viel Körpereinsatz geführt wurde. Die Teams lieferten sich bis zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen, fünf Sekunden vor Abpfiff stand es 15:15.

Innerlich bereiteten sich die ersten Spieler auf ein Penalty-Schießen vor. Doch eine Chance ergab sich noch für die Panthers und diese nutzte Dominik Drese nach tollem Zuspiel von Sebastian Krabbe zum 16:15 Endstand. Nun gab es für die Spieler kein Halten mehr: der Finaleinzug war perfekt.

Nach einer langen und durchfeierten Nacht ging es Sonntag in den Finalspielen für die Teilnehmer noch einmal um Alles.

Der 6. Platz nach der Niederlage im Spiel um Platz 5 (L.A. Panthers 2 – St.Julien 3:10) ist für das zweite Team der Langenberger ein akzeptables Ergebnis. Trotzdem spielte das Team unter seinen Möglichkeiten und verunsicherte sich durch viele einfache und individuelle Fehler. Auch fehlte der Drang zum Tor und die Verwertung der Chancen.

Das deutsche Mix-Team erreichte einen enttäuschenden 8. Platz. Auch für sie war wesentlich mehr drin, viele Spiele in der Vorrunde gingen unglücklich mit einem Tor verloren.

Die erste Mannschaft kann sich zwar über einen tollen 2. Platz freuen, doch bei den Spielern überwiegt die Enttäuschung die große Chance im Finale nicht genutzt zu haben. Bis zu ihrem ersten Turniersieg müssen sie sich also weiterhin in Geduld üben, auf dem richtigen Weg sind die L.A. Panthers schon seit längerem.

Am Ende bleiben aber wieder einmal die positiven Erinnerungen an ein gelungenes Intercrossewochenende mit vielen großartigen Spielen und einer toller Stimmung unter den Spielern.

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